Es gibt durchaus auch andere Foren und Internetseiten, die weiterhelfen können. Am besten googlest Du ein wenig herum.
Falls Du wissen möchtest, wie das mit dem Lernen war, dann versuch doch eine Dir unbekannte Sprache über's Internet zu lernen. Ich taste mich gerade ans Russische ran und glaube mir, ich weiß wieder, wie man sich als Lernende fühlt.
Das "Problem" ist, dass jeder Mensch anders ist. Es gibt deshalb, meines Erachtens nach keine Patentlösung um jemandem etwas beizubringen. Bei meinen Schülern versuche ich sie dort "abzuholen", wo sie sich jeweils befinden. Mit anderen Worten, versuch herauszufinden, ob er besser akustisch oder eher visuell lernt. Kann sein, dass er sich die Vokabeln auf dem Papier nur schlecht, gesprochen aber prima merken kann.
Ich versuche auch möglichst viel von den Hobbys mit reinzunehmen. Mag er Tiere, dann verwende Texte über Tiere, mag er Maschinen, verwende Beispiele aus der Technik. Ist er sportlich und es steht ein Garten zur Verfügung, dann baue Bewegungen mit in das Lernprogramm mit ein.
Ich versuche die Eltern mit einzubinden. Wenn er Actionfilme mag, können sie den neusten James Bond mit der englischen DVD Spur laufen lassen. Ich ermutige sie, sich von ihm erklären zu lassen, was ich ihm gerade beigebracht habe. So vertieft er es und hat gleichzeitig das befriedigende Gefühl, seinen Eltern etwas beibringen zu können.
Ich versuche auch die Schüler möglichst weit bei Entscheidungen mit einzubeziehen ("Möchtest Du nächste Woche lieber die Adverben üben oder sollen wir nochmal die Zeiten durchgehen?"). Frag ihn, wofür man seiner Meinung nach Englisch alles brauchen kann (mögliche Antworten nach dem ersten "für garnichts" sind oft: Internet, Computerspiele, Auslandsaufenthalte, ausländische Kunden, Reisen, größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, die Möglichkeit im Ausland Arbeit zu suchen, etc.). Auf lange Sicht taugt Nachhilfe nur, wenn er gewillt ist mitzuziehen. Aber die meisten Kinder sind durchaus gewillt zu lernen, wenn sie wissen wofür.
Ich lobe, lobe, lobe! Es ist erstaunlich was Kinder alles begreifen, wenn sie nur das Gefühl bekommen, dass sie schlau genug sind es zu begreifen. Oft (nicht immer) ist es der Mangel an Lob und Geduld der Lehrer in den zu großen Klassen, die Kinder aufgeben lässt. Führ Situationen, in denen Du loben kannst, bewußt herbei. Baue z.B. Dinge, die er begriffen hat, auch später immer wieder mal mit ein. So verlernt er es nicht und es gibt enormen Aufwind, wenn er an einer Sache festhängt, wenn er sieht, dass er eine andere Sache begriffen hat. Falls irgend möglich, versuche seinem Englischunterricht ein klein wenig voraus zu kommen. Wenn der Lehrer/ die Lehrerin dann etwas Neues erklärt, weiß er schon grob um was es geht und kann ggf. etwas im Unterricht glänzen. Nur wenige Kinder bleiben unmotiviert, wenn sie Erfolgserlebnisse haben.
Last but not least: Abwechslung, Abwechslung, Abwechslung! Lass ihn lesen, lass ihn zuhören, mach Lückentexte, Bilderrätsel, lass ihn viel erzählen und versuche ruhig Englisch in den "Alltag" einzubauen. Mit einer Nachhilfeschülerin habe ich (zusätzlich zu den regulären Stunden) auf gemeinsamen Ausritten Englisch gesprochen, mit einer anderen beim Einkauf.
Ich hoffe das hilft Dir ein wenig weiter. Bei meinen Schülern hat's bisher geklappt, aber wie gesagt, jeder Mensch ist anders.