Präsentation (sprachliche Ebene?) / R-Sound / Wort-Benutzung

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AquuL

Präsentation (sprachliche Ebene?) / R-Sound / Wort-Benutzung

Beitrag von AquuL »

Guten Tag!

Zuerst einmal natürlich eine Begrüßung, da ich mich gerade erst registriert habe. Nun, ich schweife schon eine Weile durch dieses Forum und habe einige Fragen beantwortet bekommen. Es ist echt Wahnsinn, was manche hier leisten.

Jetzt habe ich allerdings auch einmal drei Fragen, die mir bis jetzt noch niemand eindeutig beantworten konnte, obwohl ich sowohl britische als auch US-amerikanische Freunde habe (Skype, etc.).

1.) Ich muss in ca. 3 Wochen eine Präsentation im Seminarfach Englisch (Anmerkung: Ich mache gerade mein Abitur) halten und das Hauptthema ist "Studying abroad". Dazu habe ich mir als Präsentationsthema die "University of Cambridge" genommen, da ich schon immer begeistert von dieser war und es immer noch bin. Ich rede abends sehr häufig mit Personen aus dem Ausland (NL, UK, US, ..), wenn ich mal eine Runde spiele und das ganze funktioniert natürlich auf Englisch, wodurch ich mit mittlerweile auch deutlich sicherer fühle und weitaus flüssiger geworden bin. Jedoch benutzen mein Gesprächspartner und ich dabei natürlich Umgangssprache, sodass Abkürzungen und Slang wie "gonna","wanna","kinda","sorta","woulda", etc. und auch diverse grammatikalische Freiheiten mittlerweile in Fleisch und Blut übergangen sind.

Benutze ich diese Redensart im normalen Englischunterricht ist dies kein Problem, auch bei normalen Antworten im Seminarfach. Allerdings bin ich mir jetzt nicht sicher, wie das bei einem Referat/Präsentation ist. Der US-Amerikaner meinte, lieber "going to" und "want to" benutzen, also eher auf das formale Niveau zurückkommen. Der Brite sagt, dass es nicht ganz so entscheidend sei. Wäre nett einmal von den Experten hier zu erfahren, was ihr denn denkt, da einige von euch u.a. auch in englischsprachigen Staaten leben.

2.) Mein 2. Anliegen ist ein wenig persönlicher. Es geht dabei um den R-Sound im Englischen. Als ich mich vor kurzem wieder mit einem Amerikaner unterhalten habe und es um Schule und Bewertung ging, gab es ein Problem, weil er ein Wort einfach nicht verstand bis ich es ihm sozusagen schriftlich zeigte. Wörter wie "right/write/white" und "wait/rate" hören sich gleich an und das nervt ein wenig. Ich habe schon nach etlichen Tipps dazu gesucht, aber nur irgendwelche Mundbewegungen gefunden, die mir zu nicht mehr als einem Zungenbruch verhelfen. Ich weiß mittlerweile, dass die Amerikaner einen ziemlich starken R-Sound haben und auch jedes "R" in einem Wort betonen, wohingegen die Briten einen weicheren R-Sound haben (kann natürlich auch regional bedingt sein).

3.) Es gibt gelegentlich Wörter, die übersetzt genau das gleiche Wort sind, aber natürlich etwas anderes bedeuten bzw. unterschiedlich verwendet werden. Dazu gehören z.B.: "to be supposed to" / "should" ; "could" / "might" ; "attempt" / "try" ; "attend" / "visit". Wenngleich ich bereits den Unterschied zwischen den ersten beiden Paaren halbwegs kenne, würde ich gerne noch einmal eine Erklärung. Zu ersterem habe ich schon einmal einen Beitrag hier gelesen, der aber nicht ganz überzeugend für mich war.

Vielen Dank schon einmal für eure Bemühungen!

AquuL

PS: Wie ich gehört habe, lernen manche hier auch Deutsch, daher habe ich extra versucht eine grammatikalische und orthographische Richtigkeit einzuhalten.

tiorthan

Re: Präsentation (sprachliche Ebene?) / R-Sound / Wort-Benut

Beitrag von tiorthan »

AquuL hat geschrieben: 1.) Ich muss in ca. 3 Wochen eine Präsentation im Seminarfach Englisch (Anmerkung: Ich mache gerade mein Abitur) halten und das Hauptthema ist "Studying abroad". Dazu habe ich mir als Präsentationsthema die "University of Cambridge" genommen, da ich schon immer begeistert von dieser war und es immer noch bin. Ich rede abends sehr häufig mit Personen aus dem Ausland (NL, UK, US, ..), wenn ich mal eine Runde spiele und das ganze funktioniert natürlich auf Englisch, wodurch ich mit mittlerweile auch deutlich sicherer fühle und weitaus flüssiger geworden bin. Jedoch benutzen mein Gesprächspartner und ich dabei natürlich Umgangssprache, sodass Abkürzungen und Slang wie "gonna","wanna","kinda","sorta","woulda", etc. und auch diverse grammatikalische Freiheiten mittlerweile in Fleisch und Blut übergangen sind.

Benutze ich diese Redensart im normalen Englischunterricht ist dies kein Problem, auch bei normalen Antworten im Seminarfach. Allerdings bin ich mir jetzt nicht sicher, wie das bei einem Referat/Präsentation ist. Der US-Amerikaner meinte, lieber "going to" und "want to" benutzen, also eher auf das formale Niveau zurückkommen. Der Brite sagt, dass es nicht ganz so entscheidend sei. Wäre nett einmal von den Experten hier zu erfahren, was ihr denn denkt, da einige von euch u.a. auch in englischsprachigen Staaten leben.
Generell sollte man sich bei einer Seminarpräsentation immer um eine klare Aussprache bemühen, damit man sicher gehen kann, dass einem auch jeder der Zuhörer folgen kann (das ist meiner Meinung nach grundlegende Freundlichkeit, unabhängig von eventueller Bewertung). Das heißt nicht, dass man auf umgangssprachliche Formulierungen verzichten muss, die Standardkontraktionen sind in einem Vortrag immer in Ordnung, und die Beispiele, die du hier nennst sind meiner Meinung nach schon so verbreitet, dass ich sie schon nicht mehr guten Gewissens als "Slang" titulieren würde. Wie das ganze bewertet wird ist eine andere Sache, das hängt davon ab, was der Bewertende durchgehen lässt.

Wenn ich einen Rat geben sollte, dann würde ich empfehlen auf "gonna" und "wanna" und "woulda" zu verzichten, weil es sich um sehr stark umgangssprachliche Verkürzungen handelt. "Kinda" und "sorta" sind zwar sehr schwache Verkürzungen (of -> a kommt bei schneller Sprache automatisch vor) aber sie sollten in einem guten Vortrag auch möglichst nicht vorkommen, denn sie sind eigentlich ein typisches Zeichen natürlicher unvorbereiteter Sprache. Ein Vortrag sollte niemals unvorbereitet erscheinen.
2.) Mein 2. Anliegen ist ein wenig persönlicher. Es geht dabei um den R-Sound im Englischen. Als ich mich vor kurzem wieder mit einem Amerikaner unterhalten habe und es um Schule und Bewertung ging, gab es ein Problem, weil er ein Wort einfach nicht verstand bis ich es ihm sozusagen schriftlich zeigte. Wörter wie "right/write/white" und "wait/rate" hören sich gleich an und das nervt ein wenig. Ich habe schon nach etlichen Tipps dazu gesucht, aber nur irgendwelche Mundbewegungen gefunden, die mir zu nicht mehr als einem Zungenbruch verhelfen. Ich weiß mittlerweile, dass die Amerikaner einen ziemlich starken R-Sound haben und auch jedes "R" in einem Wort betonen, wohingegen die Briten einen weicheren R-Sound haben (kann natürlich auch regional bedingt sein).
Da kann man dir schriftlich nicht helfen. Ich könnte dir IPA Notationen für alle Varianten aufschreiben, aber das nützt nichts, wenn du nicht weißt was der Unterschied ist. Zunächst einmal müsste man hören können, wie du solche Wörter aussprichst. Einige, wie "write" und "right" klingen auch in vielen englischen Dialekten gleich. Bei "wait" und "rate" vermute ich allerdings eher ein Ausspracheproblem, das klingt eigentlich unterschiedlich.

Wenn du willst könntest du ja eine Tonaufnahme machen (am besten keine einzelnen Wörter sondern einen kurzen Text), dann kann man Ausspracheprobleme besser analysieren.
3.) Es gibt gelegentlich Wörter, die übersetzt genau das gleiche Wort sind, aber natürlich etwas anderes bedeuten bzw. unterschiedlich verwendet werden. Dazu gehören z.B.: "to be supposed to" / "should" ; "could" / "might" ; "attempt" / "try" ; "attend" / "visit". Wenngleich ich bereits den Unterschied zwischen den ersten beiden Paaren halbwegs kenne, würde ich gerne noch einmal eine Erklärung. Zu ersterem habe ich schon einmal einen Beitrag hier gelesen, der aber nicht ganz überzeugend für mich war.
supposed to - should
"Supposed to" is an external obligation. When you say "I am supposed to do this." then there's someone who expects you to do it. That "someone" might also be you. "Should" implies a suggestion to yourself. "I should do this" means that you are of the opinion that doing this would be a good thing.

could - might
"Could" (the past of "can") is about ability and opportunity although in the past or as something that is not likely to happen. When you say "I could do it" it is either the past tense of "I can do it" or it expresses the sentiment that you have the ability and/or opportunity to do it but for some reason you don't do it (maybe because you don't want to).
"Might" (the past of "may") is about probability. To say "I might do it" is like saying "there is a probability that I will do it". It doesn't say anything about your ability though.

attempt - try
"Attempt" and "try" are very similar but not exactly equal. "Attempt" is more about action and "try" is more about state, you try to reach a state but you attempt an action. It's really difficult to pinpoint it though, because "action" and "state" are not always clearly separated, especially since many verbs and all words derived from them can express both. It gets even more complicated when they are used in phrases like "give a try" which can actually mean the same as "attempt".


I actually don't think my explanations are complete. I gave up learning vocabulary a long time ago. Instead, I just learn the words by using them. The "position" (it's really a position for me, I don't know how else to explain that) of a word becomes much clearer to me.

AquuL

Re: Präsentation (sprachliche Ebene?) / R-Sound / Wort-Benut

Beitrag von AquuL »

Vielen Dank erst einmal.

Das ist war schon hilfreich v.a. zu 1.) Nun, seitdem ich Leute habe mit denen ich sprechen kann, wenn auch nicht face-to-face, erweitere ich automatisch meinen Wortschatz. Auch durch das allgemeine zuhören englischer Streams, hat sich automatisch eine Vergrößerung des Wortschatzes bemerkbar gemacht. Nun, manche Sachen kann man ja auch irgendwie nur auf Englisch verstehen bzw. sie machen auch nur dann einen Sinn. Ich bin halt einfach ein begeistert von der Sprache ^_^ Und das mit den Wortunterscheidungen; das hat halt zwei Gründe: 1.) für das Schriftliche und damit evtl. Bedeutungsunterschiede 2.) allgemein, dass man besser verdeutlichen kann, was man eigentlich gerade meint.

Das mit der Tonaufnahme überleg ich mir mal bzw. schaue, wie ich das am besten anstelle.